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[Katholisches Gebethbuch zur Beförderung des wahren Christenthums]
Entstehung
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16 1851

Die lettern fühlen wir selbst nur zu sehr Jeder, der es versucht, wird es erfahren, wie schwer es ist, Gebethformeln jene Stimmung und Salbung zu geben, die dazu gehört, wenn sie auf Verstand und erz zugleich wir ken und zum Vehikel religiöser Aufklärung und eines gründlichen Christenthums dienen soll­ten; wie schwer es ist, lehrreich zu werden, ohne trocken zu seyn, den herrschenden Ge schmack sowohl, als das Dogma der Kirche zu benügen, um jenen, wenn er bey aller sei ner Feinheit verdorben wäre, auf das allges mein Genießbare und Schmackhafte Hinzuleis ten, und dieses von seiner, zur Besserung und Beseligung wirkenden Seite darzustellen. Man fieht und merkt es auch den meisten Gebeth, formeln an, daß sie gemacht nicht gebethet sind. Aber ist dieses nicht auch beynahe unver­meidlich?

Wir haben uns beflissen zu leisten, was wir konnten. Inhalt und Vortrag alle

gemein faßlich und anwendbar zu machen, und eine Geistesnahrung vorzulegen, welche den Schwächern nicht ungenießbar, und den Star ten nicht ekelhaft seyn sollte. Wir haben sorg )( 3 fältig