Druckschrift 
Auserlesenes Beicht- und Communionbuch für gläubige Christen mit einer Vorrede und Unterricht vom rechten Gebrauch des heiligen Abendmahls / von Johann Georg Rosenmüller. Aufs neue übersehen von Gotthold Emanuel Friedrich Seidel, Diakon an der Stadtpfarrkirche zu St. Aegydien. Nebst einigen neuen Bus-, Beicht- und Abendmahlsliedern, in Beziehung auf die vorhergehenden Gebete und besondern Andachten zur Privat- und Kranken-Communion
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Communionlieder.

53

3. Reizen, Herr! mich manche Plagen, während meiner Prüfungszeit, oft zu mürrifd) bangen Klagen, und zur Unzufriedenheit, o so denk ich an die Pein, die du uns zu gut allein, unverschuldet haft ertragen; und dann schám ich mich zu klagen.

4 Wenn mein schrekendes Gewiffen mir mit Fluch und Strafe droht; o! in diesen Kümmernissen denk ich, Herr, an deinen Tod, und wie du auch meine fast an dem Kreuz getragen haft: dieß kan mein Gewissen stillen, und mein Herz mit Troft erfüllen.

5. Ja, für alles, was mich frånket, schaffen deine Wunden Rath; wenn mein Geist an sie gedenket, geh ich frisch den schmalen Pfad. Mich erschreket feine Müh: denn der Trost erleichtert fsie, daß du, Herr! als du gestorben, mir ein ewig Heil erworben. Add

6. Auf dich fez ich mein Vertrauen, du bist meine Zuversicht: felbst der Tod macht mir fein Grauen; du befreist mich vom Gericht. Durch dein mir erworb nes Heil hab ich an dem Himmel Theil: warlich, Herr! ein ewigs leben wirst du nach dem Tod mir geben.

Mel. Schmike dich, o liebe Seele ic.

Jeft

Refu, Freund der Menschenkinder, Retter der gefallnen Sünder! Auch für mich hast du dein Leben willig in den Tod gegeben! Deinen Tod will ich jest feiern und mit dir den Bund erneuern. Tief gerührt von deiner Güte, preift dich dankbar mein Gemüche.

2. Herr, du haft auch mir bereitet, was zum wahren Wohl mich leiter: licht, den Weg des Heils zu finden; Troft bei dem Gefühl der Sünden; Kraft, der Begrung nachzujagen; Much des Lebens( aft zu tragen, und die Hofnung behrer Zeiten in dem Reich der Ewigkeiten.

3. Dwie sehnt sich mein Gemüthe, Menschenfreund, nach deiner Güte! Ewig währet deine Treue, und du fennst

D 3