8
Unterricht vom rechten Gebrauch
Christen hatten gewiß keine Communionbücher, wie wir. Sie wandten auch nicht so viel Zeit auf die Vorbereitung zum heiligen Abendmahl, wie manche unserer schwachen und ängstlichen Christen; denn ein jeder Christ empfieng es an einem jez den Sonntag in öffentlicher Versamm lung, und nicht so selten, wie wir es jezt zu empfangen gewohnt sind. Aber das eigene Nachdenken über die Wohlthaten Jesu Christi, und die aus freiem Triebe erneuerten Entschliesungen, ihrem Erldfer zu leben und zu sterben, erfezten den Mangel geschriebener und gedruckterGez betsformen aufs reichlichste. Wenn nun alleChristen noch heutiges Tages wären, was sie seyn sollen, so würde man keine Beicht- und Communionbücher nöthig haben. Ein Christ dürfte nur über die Worte der Einsezung des heiligen Abendmahls recht nachdenken, so würde er Stof genug zum Dank, zur Beruhigung, zur Ermunterung, und zu frommen Entschlies fungen finden. Aber die mehresten sind so träge und unachtsam, daß sie lieber ans Dere für sich denken lassen, als selber denken wollen, und daher kommt es, daß sie von der allerfeierlichsten und rührendsten
Hand


