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Unterricht vom rechten Gebrauch und ein so entsezlicher Aberglaube, wor über man erstaunen muß. Sollte denn Gott damit zufrieden seyn, wenn wir nur etliche Tage im Jahr uns von Sünz den enthalten, und uns bestreben, recht zu thun? Eine solche erzwungene Anz dacht, wobei das Herz ganz ungebes fert bleibt, sollte Frömmigkeit heifen? Oder kan man sich vorstellen, daß Gott alle unsere Thorheiten und Laster übersehen, und uns erlauben werde, nach eiges nem Gefallenzu leben, weil wir ihn zu ges wiffen Zeiten um Vergebung der Sünden anflehen, und ihm eine Lebensbesserung versprechen, die wir nie im Ernst gewünscht haben? So müste Gott ein Gott seyn, dem gottloses Wesen geficle, oder dem wenigstens Tugend und Laster gleichgül tig waren. Wer aber so von Gott denkt, der låstert ihn. Sein Abendmahlgehen ist Aberglauben und Sünde. Er verläugnet die Allwissenheit, Gerechtigkeit und Heiligkeit Gottes. Erhält Jesum für ei nen Sündendiener, der den Menschen eis nen Weg gezeiget habe, wie sie sich allen Thorheiten und Lastern überlassen und dennoch zulezt felig werden könnten, wenn sie sich nur auf sein Verdienst verliesen, und


