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Unterhaltungen mit Gott, ein Gebeth- und Erbauungsbuch für katholische Christen / von Fr. Darup, Pfarrer zu Sendenhorst
Entstehung
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fast immer oder größtentheils zur Erhaltung zeitlicher Gaben und Güter zu verrichten, ( um diese dürfen wir ohnehin nur bedingt bitten, wenn sie nemlich mit dem heiligen Willen Gottes und unserm Seelenheile über­einstimmen), sondern daß sie vorzüglich um die Gaben und Gnaden des Heils zu erlan­gen, eingerichtet seyn sollen; nemlich um Ver­gebung der Sünden und Besserung des Le­bens, um die Erfüllung unserer Pflichten und Ausübung jeder Tugend, um dadurch in der Vollkommenheit zuzunehmen, und des ewigen Heils theilhaftig zu werden. Suchet zu= erst das Reich Gottes und die Ge­rechtigkeit, spricht unser Heiland, und das Uebrige wird euch schon gege­ben werden. Matth. VI.

Ich schließe diesen kleinen Unterricht über's Gebeth mit der Erinnerung: Wem es recht Ernst ist, mit Andacht, ohne Zerstreu­ung und gottgefällig zu bethen, der bethe nie ohne Vorbereitung, das heißt: Er denke zuvor, was er zu Gott bethen wolle. Er