XII. Abschnitt. Undachten
Nach der heiligen Communion. Das ewige Licht leuchte den Seelen der Verstorbenen, o Herr! mit deinen Heiligen in Ewigkeit, weil Du gütig bist. Verleih' ewige Ruhe, o Herr! ihnen, und das ewige Licht leuchte ihnen, mit deinen Heiligen in Ewigkeit, weil Du gütig bist.
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Caffet uns bethen:
Das geheiligte Opfer deines Sohnes, welchen Du, o Gott! niemahls ohne Wohlgefallen ansiehest, erwirke den Seelen deiner Diener und Dienerinnen( N. N.) die gewünschte Aussöhnung mit Dir; und wenn ihnen noch ets was von ihren Fehlern ankleben sollte, so reinige sie durch deine Liebe, und vergiß all' ihr Versehen über dem Wohls gefallen an Jesus Christus, deinen Sohn, unserm Herrn, welcher mit Dir und dem heiligen Geiste in einer Gotte heit, ewig lebet und herrschet. Amen.
Christliche Gedanken auf dem Gottesacker.
Gedenk', o Mensch! daß Du aus Staub bist, Und wieder zu Staub werden wirst.
So rufen mir an diesem Orte tausend Stimmen zu, und heißen mich da stille stehen, um von den Todten Weisheit des Lebens zu lernen. Hier ruhen sie, die Gebeine meiner verstorbenen Mitchristen, Ueltern, Brüder und Freunde, und hier wird auch einst meine Ruhestätte seyn. Viele modern schon seit Jahrhunderten hier; viele erst seit Kurzem.
Wie viele, die ich wohl gekannt, die mir Gutes erwiesen-- wie viele, die ich vielleicht beleidiget, geärgert, zur Sünde verSie sind mir leitet habe, sah ich hier zum Grabe tragen! vorausgegangen, und erinnern mich, daß ich ihnen folgen, vielleicht bald folgen werde.
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O, daß ich hier besser, weifer, frömmer würde! Wie darf ich mich auf die Menschen verlassen, davon mir einer nach dem andern wegstirbt! Wie kann ich sicher dahin leben, da ich keinen Augenblick vor dem Tode sicher bin! Hier sehe ich die Eitelkeit und Vergänglichkeit aller irdischen Dinge. Die Leis ber der Armen und der Reichen liegen hier unter einander, wer unterscheidet sie noch? was ist ihnen von ihrer vorigen Schönheit oder Stärke noch übrig? Nichts als dürre Gebeine, und eine
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