Druckschrift 
M. Johann Friedrich Heinrich Cramer's weil. Stadtpredigers in Dresden Beicht- und Communion-Buch / nach der 15. Aufl. verbessert und zum Theil umgearbeitet von M. Gottfried Erdmann Petri, Kirchen- und Schulrathe bei der Kgl. Sächs. Oberamts- Regierung zu Budissin
Entstehung
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Welch eines Heils darf der sich freun! Denn Gott will selbst sein Vater seyn; er, wenn er ihm vergiebt, nimmt dann mit voller Huld zum Kind ihn an.

Und liebt ihn mehr, als Bater, mehr, als eine Mutter liebt, liebt er, und will durch seine Güte ihn zu hoher Seligkeit erziehn.

Er lehrt ihn väterlich, er zeigt ihm, was ihm heilsam ist, und neigt sein Herz dazu, und stärkt und pflegt den Schwachen, den er schont und trägt.

Daß er zum Jüngling und zum Mann erwachse, der selbst wandeln kann. Und strauchelt er denn auch im Lauf, o wie so gern hilft er ihm auf!

Nun hat er Friede, Herr, mit dir. Die Ruh kommt ihm zurück, mit ihr die Hoffnung jener Se­ligkeit, der er sich schon im Glauben freut.

Der Hochbeglückte darf auch fühn zu seinem Bater nahn, darf ihn um Nachsicht anflehn, und um Licht, um Kraft zur Uebung seiner Pflicht.

Dich nicht zum Richter, nicht zum Feind, All­mächtiger, dich nur zum Freund, an deines Soh­nes Liebe Theil, o Gott, zu haben, welch ein Heil!

Was wirst du, Herr, für ihn nicht thun? die ganze Welt verwandelt nun, für den Begnadigten durch dich, in deines Himmels Vorhof sich!

Weil du der Sünden nicht gedenkst, genießt er alles, was du schenkst, als Gaben, die ein Vater giebt, der zärtlich seine Kinder liebt.

Frei, wie ein Erbe Gottes, geht der Pilgrim auch durch Sturm, und steht an dessen Hand, der Welten trågt, wenn alles einstürzt unbewegt.

O Jesu, Preis und Dank sey dir! durch dich ward dieses Heil auch mir. Ich weiß, daß, der so hoch mich liebt, auch mir dich gab, auch mir vergiebt!