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M. Johann Friedrich Heinrich Cramer's weil. Stadtpredigers in Dresden Beicht- und Communion-Buch / nach der 15. Aufl. verbessert und zum Theil umgearbeitet von M. Gottfried Erdmann Petri, Kirchen- und Schulrathe bei der Kgl. Sächs. Oberamts- Regierung zu Budissin
Entstehung
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Sollte die Empfindung dieser innigen Gemeinschaft mit unseren Mitchriften unsere Herzen nicht zu aufrichtiger Menschenliebe erwärmen? Sollte da nicht jeder bei sich selbst denken: ,, Kein Christ kann mir gleichgültig seyn, denn er hat in den Augen Gottes und Jesu einen großen Werth; ich will gern für ihn thun, was ich kann, da Gott so viel für ihn und für mich gethan hat; ich will gern für ihn etwas leiden und auf nopfern, da Jesus für mich und für ihn so viel aufgeopfert hat; ich will keinen haffen­und beneiden, sonst würde ich Jesu Lehre verläugnen, die allen Haß und Neid vers wirft; ich will keinen krånken und betrüben, denn die Liebe, die Jesus mir einflößt, trachtet nicht nach Schaden; ich will mit Allen, so viel an mir ist, in Friede und Eins tracht leben, denn die Liebe ist das Band der Vollkommenheit."

Endlich verdanken wir einem würdigen Ges nusse des heiligen Abendmahles auch Befesti gung unsers Hoffens auf ein ewiges Heil, denn der hat es uns erworben und verbürgt, der dieses Mahl in seiner letzten Erdennacht stif tete. Wir kommen durch den gläubigen Genuß des Leibes und Blutes Jesu Christi in seine Ges meinschaft, wir nehmen Himmlisches in uns auf und verbinden uns mit unserem verklärten Heiz lande. Gegenwärtig ist uns bei der Feier feines Gedächtnisses der Erlöser selbst, der vom Tode