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Jesus, das Heil der Welt : Gebeth- und Erbauungsbuch für katholische Christen aus allen Ständen / von Joh. Michael Leonhard, Bischof von Alalia, Weihbischof und General-Vicar in Wien
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worfen werden, der Gerechte aber hat Hoffnung in seinem Tode." Sprichw. 14.

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Dieß ist eben die Ursache, warum alle Werke, wel­che im Stande einer Todsünde geschehen, vor Gott keine Gnade, und auch den Himmel nicht verdienen. Obschon Gott zuweilen aus Barmherzigkeit solche Werke zeitlich belohnet; so ist es doch klar, daß jene Menschen einen unwiederbringlichen Schaden sich zufügen, welche eine längere Zeit, oft Monathe in einer Todsünde fortleben, und während dieser Zeit sich nichts für den Himmel ver­dienen.

Diesem Übel vorzubeugen, übe öfter eine vollkom­mene Reue, welche nicht aus Furcht der Strafe, noch aus der Hoffnung der Belohnung, auch nicht wegen em­pfangener Wohlthaten, sondern aus der Liebe Gottes herrühret. Eine solche vollkommene Reue mit dem ernst­lichen Vorsake, seine Sünden so bald als möglich zu beichten, erwirbt uns die Gnade Gottes, und unsere guten Werke werden vor Gott angenehm, und für uns verdienstlich zum ewigen Leben. Daher sprich öfter in deinem Herzen:

O mein Gott! alle meine begangenen Sünden sind mir vom Herzen leid, weil ich dadurch dich, meinen höchsten Herrn und Gott, meinen besten Va­ter, den ich über alles liebe, beleidiget habe. Ich will lieber tausend Mahl sterben, als dich, o mein Gott! mit einer Günde wissentlich und vorsäßlich mehr beleidigen. Gib mir die Gnade zur Erfül­lung dieses meines Vorsatzes. Darum bitte ich dich durch die unendlichen Verdienste deines göttlichen Sohnes, unsers Herrn und Erlösers Jesu Christi.