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welche durch ein Verlobniß auf deu Lammberg große Wohlthaten erlangt haben, ist der Domkapitel Kastner zu Cham Johann Wolfgang Heußer zu nennen Aus Unvorsichtigkeit der Kindswärterin fiel dessen zweijähriges Knäblein, Franz Nikolaus, von einer Bank auf die Erde, und biß sich die. Zunge dergestalt voneinander, daß sie in der Mitte völlig entzwei war, auf der linken Seite aber nur ein wenig mehr gehalten. Es schien, daß das Kind nicht mehr zum völligen Gebrauche seiner Zunge kommen werde. Tief bekümmert begab sich eines Tages der Vater des Kindes zur Ruhe, da wärd er durch einen lebhaften Traum ermahnt, sein Kind zur heil. Walburga zu verloben. Er that es, und alsbald heilte die Zunge, so daß man nachher nur eine kleine Mase aber nicht den geringsten Mangel am Reden bemerkte. So erzählt Anselm Goudin, Benediktiner von St. Emmeram in Regensburg, der im Jahre 1723 den damals sechzehnjährigen Franz Nikolaus Heußer selbst gesehen, und von ihm dieses Ereigniß seiner Kindheit gehört hat. Auch Georg Weber, Bauer von der Bürken, hatte der Fürbitte der heil. Walburga die Heilung seines Töchterleins zu verdanken. Dieses hatte von Geburt aus ein Gewächs am Halse, das wie wil des Fleisch aussah, in Zeit eines Jahres war der ganze Hals davon angesteckt, und das Kind konnte den Kopf nicht anders als auf der Achsel gelent tragen. In diesem Anliegen verlobten die Eltern das Kind zur hl. Walburga auf dem Lammberg, und von Stund an ward es mit dem Kinde besser, und das entsetzliche Uebel war über eine Zeit ganz und gar verschwunden.
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