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Von der Wallfahrts- Kirche der heiligen Walburga auf dem Lammberge bei Cham.
Eine und eine halbe Stunde südöstlich von Cham entfernt steigt der mit frischer und gesunder Waldung bewachsene Lammberg empor, und bietet auf seinem anmuthigen von reinem Aether umströmmten Scheitel eine überaus schöne, Geist und Herz ansprechende, Rundschau dar in das wiesenreiche Regenthal. Da stiegen vor mehreren hundert Jahren fromme Verehrer der heiligen Walburga herauf, und erbauten ihr eine freundliche irdische Raft, eine Kapelle, auf daß sie selbst und Alle, welche diese heilige Braut Christi verehren und sie als ihre Fürsprecherin bei Gott anrufen wollten, einen zu ihrer Ehre geheiligten Ort hätten, wo sie im Gemüthe gesammelt, zur Andacht emporgehoben, ungestört von dem Lärme der Welt, ihre Bitten und Anliegen zu Gott vor dem Bildniße der Heiligen auf dem Altare niederlegen könnten, auf welchem unter der Fürbitte der Heiligen das anbetungswürdige Opfer der heiligen Messe Gnade und Segen erwirken sollte.
Nach einer alten Ueberlieferung gewann dieser zu Ehren der heiligen Walburga geweihte Ort auf dem Lammberge in kurzer Zeit ein allgemeines Ansehen nicht nur in der Nähe, sondern auch weit und breit in großer Entfernung, so daß aus den entlegensten Gegenden die andächtigen Wallfahrter herbeikamen, und durch die Fürbitte der


