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Heilige Anklänge : Gebete für katholische Christen / von J. S. Albach, Priester aus dem Orden des heil. Franz v. Assissi
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Vorerinnerung.

Gegenwärtige Gebete sollen keine Muß­vorschriften seyn, die des Geistes heiligen Flug beengen; nur Winke die ihm die Richtung andeuten, und Anklänge die die verwand­ten Saiten im Menschenherzen anstoßen sollen: damit diese dann forttönen wie es den Ver­hältnissen, der Gemüthsstimmung und den geistigen Bedürfnissen der Einzelnen entspricht. Hienächst eine zweifache Bitte.

Beten heißt mit Gott seyn. Zwar ist Er immer mit uns, doch wir sind nicht immer mit Ihm. Seyen wir es wenigstens, wann wir zu Ihm reden. Nicht der bloße L aut spreche Ihn; dieß ist Entweihung. Unser Sinn, unſer Gefühl, unser Leben sey oben. Der Menge braucht es dabei nicht. Was anklingt, ob noch so wenig, werde dem Ganzen da und dort entnommen, und still zum eigenen Bedarfe verwebt. Eine Minute Gebet vom Herzen ist besser als eine Stunde Lippenwerk.

Beten heißt den Geist erheben. Nicht also die Rede zu Gott benüßen zum Einkaufs­

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