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Jesus, unsere Liebe, im allerheiligsten Altarssakramente, als Opfer, das wir darbringen, als Speise, die wir genießen, als Freund, den wir besuchen : ein Unterrichts-, Gebet- und Erbauungsbuch für fromme Liebhaber und Anbeter dieses hochheiligen Geheimnisses [...] / von K. Zwickenpflug
Entstehung
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ng Der Lehrmeister.

Meine Weisheit würde nicht unendlich seyn, wenn sie nicht unbegreiflich wäre; sie würde nicht bewunderungswürdig seyn, wenn sie erfaßlich wäre. Die Güte muß sich offen zeigen, um geliebt, die Weisheit hingegen muß sich verbergen, um bewundert zu werden. Die eine liebt den Tag, die andere die Nacht.

Was gibt es Unziemliches für den, welcher liebt? Ist es nicht noch seltsamer und ungeziemender für einen Gott, in Ge­- stalt eines Menschen zu erscheinen, als für einen Menschen, in Brodesgestalt zu erscheinen?

Ich bin die Wahrheit, welche die Vorbilder in Erfüllung bringen muß. Das Osterlamm, das Himmelbrod in der Wüste, die Schaubrode, waren die Vorbedeutung meines Leibes und die­

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über die Einsetzung des allerh. Altarssakramentes.

Glaube heiliget euren Geist, und macht ihn aus unchriftlich christlich. Der Glaube macht euch das Unbegreifliche begreif­lich; er erhebt eure Erkenntnisse über die Gränzen eures Ver­standes; er demüthiget euren Hochmuth und bringt euch zur Unterwürfigkeit. Man muß glauben, um zu schauen. Der Glaube ist der Ursprung des Verdienstes und die Grundfeste der Herrlichkeit. Wie hättet ihr den Glauben, wenn ihr sehen würdet, was ihr glauben sollet, da doch der Glaube seinem Wesen nach nothwendig dunkel ist? pi

Der Lehrjünger.

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O mein Herr! ich erkenne, daß deine Menschheit eben so, wie deine Gottheit, der Gegenstand unsers Glaubens seyn, und daß also sowohl die eine, als die andere verborgen seyn muß. Aber warum unter der Gestalt des Brodes? Ist wohl dieser Stand geziemend- für einen Menschen, für einen König, für einen Gott? Ist es nicht billig, daß wir dich auf Erden ver­ehren? Und wer kann dich in diesem Stande und unter dieser Gestalt verehren? Sieh nur, welche Unbilden man dir zufügt, und wie viel deine Ehre dabei leiden muß, daß du deiner Liebe haft Genüge leisten wollen!