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Bemerkung des italienischen Verlegers.
Dieses in mehrere Sprachen übersetzte Werfchen, das nun durch Aller Hände läuft, kam ohne des Verfassers Name in der ersten Ausgabe heraus. In der Ausgabe von 1829 ward es dem Diener Gottes, Monsignor Vinzenz Maria Strambi, Bischof von Macerata und Tolentino, beigelegt, dessen Lebensskizze dort enthalten ist. Doch so wenig man das Verdienst dieses großen Mannes, einer der eifrigsten Beförderer dieser zarten Andacht, die dieses Werkchen empfiehlt, gewesen zu sein, läugnen darf, so sind wir gleichwohl aus bester Quelle versichert, daß der wahre Verfasſer desselben ein anderer sehr würdiger Prälat ist, Monsignor Cajetan Bonnani, ein Römer, Bischof von Norcia, früher Mitglied der Congregation der Missionäre zum foftbarsten Blute, der dem Publikum bereits durch andere ascetische Werke bekannt ist. Dicß, glaubten wir, zur Steuer der Wahrheit und Gerechtigkeit beifügen zu müssen.
Bemerkung.
Man beginnt den Monat zur Erinnerung der Geheimnisse des göttlichen Blutes mit dem ersten Freitage im Junius und schließt denselben am ersten Sonntage im Julius. Doch kann man auf ähnliche Weise den Monat auch zu einer andern bequemern Weise feiern.
Um aber diese Andacht zu seinem Seelenheile zu begehen, soll man
1) jede Betrachtung tief beherzigen und sich einen TugendAkt vornehmen; zur Erinnerung dessen
2) diesen Vorsatz nebst dem Pfeilgebete öfters unter Tags wiederholen und dann ausüben,
3) fleißig der heiligen Messe beiwohnen;
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4) betet man täglich die 7 Aufopferungen im Stande der Gnade, so gewinnt man dabei vollkommenen Ablaß, weßhalb man
5) während des Monats auch beichtet und kommunizirt.
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1303 Univ.- Bibl.
Giessen


