Erste Unterhaltung. In Form eines Gespräches, 2c.
ses göttlichen Sakramentes. Wem soll es, da man die Vorbilder genossen hat, seltsam vorkommen, daß man die Wahrheit genieße?
Ich habe euch durch meinen Tod ein göttliches Leben mitgetheilt, welches eben sowohl Nahrung bedarf, wie das Leben des Leibes. Da nun die Nahrung eben so beschaffen seyn muß, wie der, welcher sie nimmt, bedarf nicht der Geist, welcher ein göttliches Leben lebt, auch einer göttlichen Nahrung?
Wenn ihr mein Fleisch nicht esset, so werdet ihr weder das Leben der Gnade in dieser Welt, noch das Leben der Herrlichkeit in der andern Welt haben. Dieß ist das Gebot, welches ich euch gegeben habe, und welches alle Menschen verbindet. Darum muß ihnen mein Fleiſch unter der Gestalt einer Nahrung dargereicht werden, welcher sich Jedermann bedienen kann. Der Geschmack ist bei jedem Menschen verschieden; jedoch liebt Jedermann das Brod. Das Brod ist gleichsam der König der you
MOOPANTHES
Speisen, und die natürlichste Nahrung des Menschen. Ich mußte also diese Gestalt annehmen, um ohne Abscheu, ja sogar mit Luft genossen zu werden. Ich habe mich zu eurer Nahrung gemacht, um in's Innerste eures Herzens einzugehen, euch meinen Geist mitzutheilen, euren Leib zu heilen und zu heiligen, er Blut die Hiße eurer Begierlichkeiten zu dämpfen, euer Blut zu reinigen, und eurem Fleische die jungfräulichen Eigenschaften meines Fleisches mitzutheilen.
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Ich habe die Brodesgestalt angenommen, um euch durch die Wirkungen, welche das Brod im Leibe hervorbringt, zu zeigen, was mein Leib in eurer Seele wirkt. Das Brod ersättiget; und ich will, daß auch Alle, die mich genießen, dadurch ersättiget werden.
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Das Brod verwandelt sich in den, der es genießt, und ich, der ich edler bin, als ihr, ich verwandle euch in mich. Wie ich durch den Vater lebe, so wird auch der, welcher mich ist, durch mich leben."( Joh. 6, 58.) garro el sold Der Lehrjünger.
O göttlicher Lehrmeister! wie bewunderungswürdig ist deine Weisheit! wie wunderbar sind deine Rathschlüsse! wie erstaun


