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trus: Simon, du schläfst? Nicht eine Stunde konntest du mit Mir wachen? Wachet, und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallet. Der Geist ist zwar willig, aber das Fleisch ist schwach. Und Er ging wieder hin zu beten, und sprach dieselben Worte. Und da Er wieder zurück kam, fand Er sie abermal schlafend,( denn ihre Augen waren bes schwert) und sie wußten nicht, was sie Ihm antworten sollten. Und Er kam zum dritten Male, und sprach zu ihnen: Schlafet nur, und ruhetes ist genug; die Stunde ist gekommen: siehe! der Menschensohn wird in die Hände der Sünder überliefert. Stehet auf lasset uns gehen! Sehet, der Mich verrathen wird, ist nahe! Und als Er noch redete, kam Judas Iskariot, einer von den Zwölfen, und mit ihm eine große Schaar mit Schwertern und Prügeln,( gesandt) von den Hohenpriestern, Schriftgelehrten und Ältesten. Es hatte ihnen aber der Verräther ein Zeichen gegeben, und gesagt: Welchen ich küssen werde, Der ist's: Den greifet und führet Ihn behutsam! Und da er herbeigekommen war, trat er rasch zu Ihm und sprach: Sei gegrüßt, Meister! Und er küßte Ihn. Sie aber legten Hand an Ihn und ergriffen Ihn. Einer aber von den Umstehenden zog sein Schwert, schlug nach dem Knechte des Hohenpriesters und hieb ihm ein Ohr ab Und Jesus derwiederte und sprach zu ihnen: Wie zu einem Mörder seid ihr ausgegangen mit Schwertern und Prügeln, Mich zu fangen. Täglich war Ich bei euch im Tempel, und glehrte, und ihr habt Mich nicht ergriffen. Allein es mußte die Schrift erfüllet werden. Dann verließen Ihn alle Seine Jünger, und flohen. Ein gewisser Jüng ling aber folgte Ihm, angethan mit einer Leinwand auf dem bloßen Leibe, und sie ergriffen ihn. Er aber warf die Leinwand von sich, und floh nackt von ihnen. Und sie führten


