Anleitung für Kranke und Sterbende.
und so oft sie wieder kommen, mit deinem bittern Sterben, damit ich einst von dir eine selige Sterbestunde erlangen möge. Amen.
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S. 8. Kurze Tugendübungen, Kranken und Sterbenden einzeln vorzusprechen.
dre
1. Glaube.
Ich glaube, daß ich die Güter des Herrn sehen werde im Lande der Lebendigen. Ich glaube Gottes Wort, weil Gott es offenbart hat, der nicht lügen noch fehlen fann.- Ich glaube, daß Gott das Böse bestraft, und das Gute beLohnt mit dem Himmel. Ich glaube, daß Jesus Christus am Kreuze gestorben ist, mich zu erlösen von der Sünde.- Ich glaube, daß jede gute Gabe von Gott kommt, und daß Gott keinen versucht über seine Kräfte. Ich glaube, daß mein Erlöser lebt, und daß ich am jüngsten Tage wieder aus der Erde auferstehen werde. Ich danke Gott herzlich, daß er mich zum wahren Glauben berufen hat; im wahren Glauben wünsche ich zu leben und zu sterben.- Der Glaube ohne die Werke ist ein todter Glaube. Stärke mich, o Gott, in meiner Krankheit dem Glauben gemäß zu leben.
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2. Berlangen.
Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr der Heerschaaren! Meine Seele verlangt und seufzet nach den Vorhöfen des Herrn. Meine Seele dürftet nach Gott, dem Starken, Lebendigen. Wann werde ich hinkommen, und erscheinen vor Gottes Angesicht? Gott, o höchstes Gut, o ewiges Gut, wann werde ich dich besigen, und mich in dir erfreuen?- Selig, die in deinem Hause wohnen, Herr! in alle Ewigkeit werden sie dich loben.- Darum, o Jesus, laß mich bald deine tröstlichen Worte hören: Heut wirst du bei mir sein im Paradiese. Denn besser ist ein Tag in deinen Vorhöfen, als tausend hier auf Erden; besser der Geringste sein im Hause meines Gottes, als alle Luft der Welt genießen. O wie sehr mißfällt mir die Erde, wenn ich den Himmel betrachte! Ich verlange aufgelöset zu werden,
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