zu dem göttlichen Herzen Jesu.
setzen. Was ist aber geeigneter, diese so gefährliche Kaltsinnigkeit zu bestreiten, als wenn den Christen das Herz Jesu vorgestellt wird: das Herz ihres Gottes und Heilandes, das die Quelle aller Gnaden ist; dieſes durchstochene, dieses bluttriefende Herz, dieses von Liebe gegen uns ganz brennende Herz?
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Darf man sich deßhalb wundern, daß die Andacht zu dem heiligsten Herzen Jesu so schnell sich ausge= breitet und so wundervolle Fortschritte in der Welt gemacht hat? Ganze Schaaren von Menschen, Hohe und Niedere, Reiche und Arme, Fürsten und Unterthanen, Gelehrte und Ungelehrte beeiferten sich, an dieser Andacht Theil zu nehmen. Aus dem Mittelpunkte Frankreichs, wo sie ihren Ursprung genommen, verbreitete sie sich mit der größten Geschwindigkeit, sowohl in die umliegenden Gegenden, als auch in die entferntesten Länder; in Zeit von vier Jahren sah man, wie sie sich in ganz Frankreich, Italien, Spanien, in Flandern, in Deutschland, in Polen, Böhmen, Litthauen, bis über das Meer, in Syrien, in Persien, ja selbst in China, mit Einem Worte, in alle Gegenden der Welt ausgebreitet hat.
Gegenstand, Zweck und Wirkungen der Andacht zu dem göttlichen Herzen Jeſu.
Der Gegenstand dieser Andacht ist das anbetungswürdigste Herz Jesu, das von Liebe zu den Menschen brennt, und doch durch die Lieblosigkeit und den Undank derselben so sehr mißhandelt wird. Unter diesem Herzen hat man natürlich nicht das materielle


