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Ursprung der Andacht
ihre Gleichgiltigkeit, Unehrerbietigkeit, durch ihre Verachtung und die Gottesschändung, die sie mir im Sakrament meiner Liebe zufügen. Was mir aber noch empfindlicher fällt, ist, daß diese Herzen Mir besonders geweiht sind, und Ich doch nichts heftiger verlange, als gerade die Gegenliebe der Menschen. Ja, aus eben diesem Verlangen habe Ich beschlossen, ihnen mein Herz mehr bekannt zu machen, und diesen Schatz der Liebe und Barmherzigkeit, ja aller Gnaden, welche nur immer zu ihrem Heile und zu ihrer Vollkommenheit verhelfen können, zu eröffnen, indem Mir nichts angenehmer ist, als wenn man mein Herz verehrt. Weßhalb Ich auch begehre, daß die Abbildung meines Herzens den Gläubigen öffentlich dargestellt werde, damit durch dessen liebreichste Gestalt die harten menschlichen Herzen zum Besten können erweicht werden. Ich verspreche dabei, daß alle diejenigen, welche ein solches Bildniß besonders verehren, mit den größten Gnaden aus der Fülle meines Herzens sollen überhäuft werden. Zugleich verlange Jch, daß der erste Freitag nach der Frohnleichnams- Octav zu einem besondern Feste bestimmt werde."
Diese Offenbarung kommt ganz überein mit einer andern, vormals von der heiligen Gertrud gehabten Erscheinung, in welcher ihr Gott offenbarte:„ Er halte die Andacht zu seinem heiligen Herzen für diese letzten Zeiten zurück, um durch dieses Mittel die Lauigkeit der Gläubigen zu ermuntern, und sie mit seiner heiligen Liebe anzuflammen." Und gewiß, in diesen letzten Zeiten ist die Liebe in gar vielen Herzen erkaltet, man sieht, leider! bei den meisten Christen eine sträfliche Lauigkeit und tödtlichen Kaltsinn, so die Seelen in die größte Gefahr ihres ewigen Unterganges


