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29. Mai.
Die Begräbnißfeier.
Rostbar in den Augen des Herrn ift der Tod seiner Heiligen."
( Pf. 115, 6.)
Betrachtung.
esus theilt seine Glückseligkeit nach diesem Leben nur mit Jenen, deren Glückseligkeit in diesem Leben seine Liebe war. Wer aber kann die Liebe begreifen, mit welcher Maria an ihrem Jesus hing, an ihm nur ihre Freude, ihr Verlangen, ihre Seligkeit fand bis sie dann aufgezehrt von der Flammengluth dieser heiligsten Liebe mit ihm sich auf ewig vereinigte! Ja nur ein solcher würde auch die feurigen Entzückungen und die unaussprechlichen Wonnen sich denken können, mit welchen Jesus die heilige Seele seiner Mutter bei ihrem Hinscheiden überströmt hatte. Rostbar in den Augen des Herrn ist der Tod seiner Heiligen." Uleberaus angenehm ist ihm die Seele, die fraft der in ihr wohnenden Fähigkeiten, unterstützt von seiner Gnade, und losgerissen von allen irdischen Banden, sich nun zu ihm empor schwinget, der sie so theuren Preises erkauft hat. Nach der Trennung dieser kostbaren Seele von dem jungfräulichen Leibe wurde der Leichnam Mariens nach
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