III
aber nicht als von Gott geoffenbarte Anzeichen, da sie keineswegs auf göttliche Anordnung eingesetzt sind, sondern vielmehr durch menschlichen Betrug eingeführt wurden, unter Mitwirkung der arglistigen bösen Geister, die durch derartige Thorheiten die menschlichen Seelen zu verstricken sich bemühen." 5) Diese abergläubige Verehrung oft ganz vernunftwidriger Gegenstände verführt den Menschen unbemerkt dahin, daß er auf Sachen fein Vertrauen setzet, die nicht die mindeste Kraft besiken, jenes zu bewirken, was man eigentlich von ihnen erwartet. Eben deshalb bemerkt auch der heilige Augustin, daß die tausendfachen eitlen Gebräuche"( die zur Wahrsagerei und zum Aberglauben erfordert, und von böswilligen Betrügern auf's Angelegentlichste empfohlen werden) zu den mit bösen Geistern eingegangenen Bündnissen gehören.") Daß jedoch ein derartiges Beginnen keine unbedeutende Beleidigung Gottes sei, ist einleuchtend.
5) L. c. 6) L. 2. de doct. Christ. cap. 20. 1*


