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und meiner armen Seele meist vergessen? Und suchet nun meine listige Natur mit Heuchelei nur Andere zu befriedigen, sich nur bußfertig und fromm zu stellen, damit ich vielleicht für selig gehalten und gepriesen werde? Oder kann ich es ertragen, wenn mir meine Sünden vorgehalten werden? Bin ich willig, sie zu gestehen, zu hassen und zu verlassen? Unterwerfe ich mich von Herzen Deinem heiligen Urtheile, oder hält mich wohl gar die heimliche Hoffnung eines längeren Lebens von ernster Besserung ab? Wünsche ich länger zu leben nur aus Liebe zur Welt und Eitelkeit, oder aus innigem Verlangem, Zeit zur Buße und Besserung, zur Reinigung meines Herzens und zur Ersegung des Versäumten zu haben? Suche ich meine Seligkeit mit Furcht und Zittern zu erlangen, oder halte ich ein paar Seufzer für hinreichend zur Besserung? Ist mein Glaube rechtschaffen und vom heiligen Geiste gewirket, oder ist er ein menschlicher Wahn, der des Herzens Grund nimmer berühret? Mißbrauche ich Christi Verdienst und will ich nicht Buße thun? Verlasse ich mich auf Menschen und deren Beifall oder auf Dein untrüglich Wort und auf Deine Vorschrift zu meiner Seligkeit? Halte ich die Bekehrung für ein Menschenwerk, das ich selbst mir geben könne, oder für Dein Werk, das Du nach Deinem Wohlgefallen wirken willst, nicht wenn ich will? Habe ich also mein Heil vergessen und aufgeschoben bis


