Geschichtliche Nachricht
Als nach 6 oder 7 Monaten dieselbe Erscheinung sich genau wie das erste Mal wiederholte, glaubte sie mich abermals davon. in Kenntniß segen zu müssen; allein ich hielt eben so wenig darauf als das erste Mal, und entließ sie ohne weiters. Zum dritten Male endlich erneuerte sich die Erscheinung, nachdem 6 oder 7 andere Monate verflossen waren, da sprach die schon bekannte Stimme: ,, Der heiligen Jungfrau mißfalle es, daß man so lunge zögere, die Medaille prägen zu lassen... Dieses Mal, ohne es jedoch merken zu lassen, wollte ich die Sache etwas näher prüfen, weil ich durch längeren Verschub fürchtete, derjenigen zu mißfallen, welche die Kirche mit so vollem Rechte als die Zuflucht der Sünder begrüßt. Dennoch kam ich wieder auf den Gedanken zurück, daß Alles bloße Täuschung, und lediglich die Wirkung einer irre gewordenen Phantasie sei, und so verblieb es beim Alten, ohne daß ich mich der Sache weiter annahm. Es waren seit der letzten Erscheinung wieder mehrere Wochen vorübergegangen, da fand ich Gelegenheit, mit dem hochwürdigsten Bischofe von Paris zu sprechen. Ich benüßte den Anlaß, um dem würdigen Prälaten das Vorgefallene umständlich zu erzählen. Seine Antwort lautete dahin: ,, es sei kein Grund vorhanden, der die Verfertigung der Medaille hindern könnte, zumal sie ja nichts darbiete, was dem Glauben der Kirche zuwider wäre: vielmehr sei Alles daran geeignet, die Andacht der Gläubigen zur Mutter unsers Herrn zu wecken und zu nähren, er wünsche demnach, daß man ihm eine von den allerersten mittheile. Auf diese Erklärung hin entschloß ich mich, die Medaille prägen zu lassen. Es trafen jedoch verschiedene Umstände ein, die mich verhinderten, mein Vorhaben früher als im Monat Junius des Jahres 1832 auszuführen, wo endlich das Gepräge der Medaille nach oben beschriebenem Muster von einem ausgezeichneten Künstler der Hauptstadt verfertigt wurde.
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Folgender Umstand muß hier noch erwähnt werden: Als nämlich eines Tages die Schwester bei sich selbst überlegte, ob es nicht schicklich wäre, einige Worte auf der Rückseite auzubringen, so wie die andere Seite ihre Aufschrift habe, da sprach die Stimme zu ihr: die zwei heiligsten Herzen und der Buchstabe M mit dem Kreuzzeichen seien sinnvoll genug für jede christlich denkende Seele.".
Sobald die Medaille geprägt war, verbreitete sie sich sogleich nach allen Richtungen, besonders unter den barmherzigen Schwestern, die zuerst von ihrem Ursprunge in Kenntniß gesetzt worden waren. In einem ihrer Häuser zu Paris hatten sie dieselbe unter alle jungen Mädchen vertheilt, deren Erziehung


