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Maria, meine Zuflucht und mein Trost! : ein vollständiges Lehr- und Gebetbuch für Verehrer der allerseligsten Jungfrau und Mutter Gottes Maria ... und im Anhang den Monat Mariä [Mai] enthaltend / gesammelt von Michael Sintzel
Entstehung
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Kurze Lebensgeschichte

verweslichem Holze, vor welchen die Fluthen des Jordans ihrer Gewässer ehrfürchtig anhielten, sie frei hindurch ziehen zu las­sen, und von welcher der königliche Seher ausrief: Erhebe dich, Herr, in deine Ruhe; du und die Arche deiner Heiligung!" ( Pſ. 1, 31.) vorgebildet endlich ward ihre Lieblichkeit und die Macht, die sie durch die Fülle der Gnade erhielt, durch den Bogen des Bundes, das Zeichen der Versöhnung zwischen Him­mel und Erde; durch den Thurm Davids, von welchem tausend Schilde zur Vertheidigung gegen die Feinde herabhiengen, und durch eine große Anzahl anderer sinnbildlicher Vorzeichen der alten Zeit.

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Und gleichwie endlich der Sohn des Allerhöchsten, den sie in ihrem keuscheften Schooß empfing, durch den schuldlosen Isaak, der sich selbst willig als ein Opfer zum Tode hingab; durch Josue, der das Volk Gottes in das Land der Verheißung ein­führte;- durch Samson, der im Tode die Feinde erschlug;

durch David, der jenen gewaltigen Riesen, den höhnenden Feind Israels, mit fünf Steinen erlegte; durch den fried­lichen Salomon und andere prophetische Gerechte vorgebildet wurde: also strahlte auch sie im Bilde aller wunderbaren Frauen des alten Bundes: in der Seherin Debora, die Richterin über Israel war; in der schönen Esther, die dem Könige vor Allen gefiel, und nicht bloß von dem allgemeinen Gesetze aus­genommen war, das alle Uebrigen zum Tode verdammte, da der König freundlich zu ihr sprach:» Nicht für dich, doch für alle Andere besteht dieß Gesetz!"( Esth. 15.);( worin das Sinn­bild der unbefleckten Empfängniß dieser Jungfrau der Jung­frauen auf höchst deutliche Weise erglänzt); sondern auch ihr ganzes Volk vom Tode errettete:- und abgesehen von allen übrigen lebendigen Vorbildern, auch in der tapfern Judith, die den furchtbaren Holofernes erlegte. Denn wahrlich mehr auf fie, als auf diese Heldin sind die Worte des hohen Priesters anwendbar:" Du bist die Glorie Israels; du die Ehre unseres Volkes; denn du liebtest Keuschheit, deßhalb wirst du gesegnet seyn ewiglich!... Gesegnet bist du, o Tochter, vom Herrn dem Allerhöchsten vor allen Weibern...( Judith. 13.)

Zu diesen glorreichen Sinn- und Vorbildern aber stim­men in vollkommenem Einklange die prophetischen Aussprüche der Könige und Seher von jenem starken Weibe, dessen Werth von den äußersten Grenzen ist( Sprichw. 31.); von der flecken­losen Taube und einzigen Braut des allerhöchsten Bräutigams ( Hoh. L. 1. u. 2.); und jene Stimme der Weisheit:" Der mich erschuf, ruhte in meiner Hütte, und er sprach zu mir: Du

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