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Maria, meine Zuflucht und mein Trost! : ein vollständiges Lehr- und Gebetbuch für Verehrer der allerseligsten Jungfrau und Mutter Gottes Maria ... und im Anhang den Monat Mariä [Mai] enthaltend / gesammelt von Michael Sintzel
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Vorrede.

Andern ihre Gesinnungen theilen. Hieraus kann man schliessen, daß die Liebe derer, die sich rühmen zur Zahl der Verehrer Ma­riens zu gehören und die doch nur selten von Maria reden und nicht viel daran denken, Andern die Liebe zur allerfeligsten Jungfrau einzuflößen, sehr schwach seyn müsse. Die wahren Verehrer dieser liebenswürdigen Königin machen es nicht so; sie wünschen, daß Alle sie lieben, daß die ganze Welt sie lieben möchte, und deßhalb suchen sie die Liebesflammen zu dieser füßen Königin, von der sie selbst verzehrt werden, öffentlich oder im Geheim, in den Herzen Aller zu entzünden.

Damit Jedermann sich überzeugen könne, wie wichtig es für sein eigenes Wohl und für das Beste des Volkes sei, daß er die Andacht zu Maria befördere, so wollen wir hören, was uns die Lehrer der Kirche darüber sagen. Der heilige Bona­ventura sagt, daß diejenigen, die bemüht sind, die Ehre Mariens zu befördern, ihrer Seligkeit gewiß seyn können. Das bestä­tigt auch Richard von St. Lorenz, der behauptet, daß, wenn man Maria verehre, man das ewige Leben erlange; denn, fügt er hinzu, diese dankbare Königin wird gewiß in jener Welt diejenigen ehren, die bemüht waren, hier auf Erden ihre Ehre zu befördern. Jedermann kennt dieß Versprechen, welches Maria benen gemacht hat, die bemüht sind mitzuwirken, daß die Menschen sie auf Erden kennen und lieben; sie sagt näm­lich:" Die mich in's Licht setzen, erhalten das ewige Leben." ( Eccli. XXIV., 41.), welche Worte die heilige Kirche, am Feste ber unbefleckten Empfängniß Mariens, auf dieselbe bezieht. Der heilige Bonaventura, der so sehr bemüht war, das Lob Mariens zu verkündigen, konnte deßwegen ausrufen: Freue bich also, meine Seele, und sei fröhlich in Maria; denn viel Gutes ist denen bereitet, die sie loben. Weil also, setzt er hinzu, alle heil. Schriften das Lob Mariens verkündigen, so müßen auch wir bemüht seyn, mit Herz und Zunge diese gött­liche Mutter zu preisen, damit sie uns eines Tages in's Reich der Seligen einführe.

In den Offenbarungen der heiligen Brigitta liest man, daß der selige Bischof Remigius seine Predigten immer mit