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Rundschreiben
Kirche bei Goit unterstützt würde. Und wenngleich wegen der- schwierigen Zeitverhältnisse die Abhaltung dieses Concils fuspendirt ist, so haben Wir doch verordnet und erklärt, daß der in Form des Jubiläums zu gewinnende Ablaß, welcher bei diefer Gelegenheit verfündet worden, zum Wohle des gläubigen Volfes in seiner vollen Kraft und Giltigkeit bestehen solle, wie er auch gegenwärtig noch besteht. Nun aber ist im Fortgang der traurigen Zeiten das fünfundsiebenzigste Jahr des neunzehnten Jahrhunderts herangekommen, das Jahr nämlich, welches den heiligen Zeitraum bezeichnet, den die geheiligte Ge= wohnheit unserer Vorfahren und die Verordnungen der römischen Päpste, Unserer Vorgänger, der Feier eines allgemeinen Jubiläums geweiht haben. Mit welch' großer Ehrfurcht und Frömmigkeit das Jubeljahr gefeiert worden, wenn ruhige Zeiten der Kirche die festliche Begehung desselben gestatteten, das bezeugen alte und neuere Denkmäler der Geschichte; denn es wurde immer betrachtet als ein Jahr des Heiles zur Entsündigung des ganzen christlichen Bolkes, als ein Jahr der Erlösung und der Gnade, der Vergebung und des Nachlasses, in welchem man zu dieser Unserer heiligen Stadt und zum Stuhle Petri aus dem ganzen Erdkreise wallfahrtete, woselbst alle Gläubigen zu den Werken der Frömmigkeit ermuntert und ihnen sämmtliche Mittel der Versöhnung und Gnade in reichster Fülle zum Heile ihrer Seelen geboten wurden. Auch unser Jahrhundert sah diese fromme und heilige Feier. Als nämlich Leo XII., Unser Vorgänger seligen Andenkens, im Jahre 1825 ein Jubiläum ansagte, wurde diese Wohlthat von dem christlichen Volke mit so großem Eifer aufgenommen, daß eben derselbe Papst sich dazu Glück wünschen konnte, daß das ganze Jahr hindurch unaufhörlich die Fremden in diese Stadt zusammengeströmt seien, und daß in derselben Religion, Frömmigkeit, Glaube, Liebe und alle Tugenden in wunderbarer Schönheit gestrahlt hätten. Möchte doch in gegenwärtiger Zeit Unsere Lage und die Lage der bürgerlichen und der kirchlichen Verhältnisse eine solche sein, daß


