11
sie mit den Schäßen zu bereichern, die es enthält. Ich will dir den Werth dieser Schäße enthüllen, sie enthalten die Gnaden der Genugthuung und des nothwendigen Heiles, um sie von dem Abgrund des Verderbens zurückzuziehen."
Wenn nun die Völker dem Verderben, das ihnen droht, entgehen wollen, so sollen sie eilen, das Leben an der Quelle zu schöpfen, sie sollen flüchten zum heiligsten Herzen Jesu! dieses ist die Seele unserer Seele, das einzige Pfand unserer Aussöhnung und unseres Heiles. Stellt es in die Mitte der menschlichen Gesellschaft, die zusammenzustürzen droht, und sie wird sich wieder erheben, die Menschheit, die abzusterben im Begriffe ist, nähre sich mit den Anmuthungen dieses Herzens und erwärme sich an der Flamme seiner göttlichen Liebe- und sie wird leben. Wir sehen immerfort die Tiefe unserer Wunden, sie erheischen die schnellste Anwendung des Mittels, das die Güte Gottes zur Heilung derselben darbietet. Die Verheißungen Jesu Christi einertheils und anderntheils die Größe des Uebels lassen uns klar einsehen, daß die Herrschaft des anbetungswürdigen Herzens Jesu, das unserem Jahrhunderte auf behalten blieb, sich heutzutage unerläßlich befestigen und überall ausbreiten muß.
Aber Maria, die seligste Jungfrau, welche so großen Antheil an der Erlösung des menschlichen Geschlechtes durch ihre Mitwirkung gehabt hat, sollte sie ganz fremd sein bei dieser zweiten Wiederbefreiung? Maria, deren Geburt die Morgenröthe des kommenden Heiles geworden, soll sie nicht auch die Morgenröthe der Erneuerung der Völker sein? Sie hatte verdient, bei der ersten Erneuerung


