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Katholisches Gesang- und Gebetbuch für die Angehörigen des Bisthums Limburg / im Auftrage des Hochw. Herrn Peter Joseph, Bischofs von Limburg, hrsg. von Julius Eiffler, Domvicar
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Betrachtungen über die ewigen Wahrheiten.

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schaft, vergesse Deine Wohlthaten, lache über Deinen Zorn; ich will Dich lieber beleidigen, als meine Leidenschaften nicht befriedi­gen; ich will mich lieber der Hölle überliefern, als Deine Ge­bote befolgen." Mein Christ, du erzitterst vielleicht ob dieser Lästerung; gehe aber in dich selbst, und forsche nach, ob du es durch dein Betragen nicht eben so machest.

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Was thust du durch die Sünde? Gott hat dir seine Ge­bote gegeben. Er droht dir: Wenn du sie übertrittst und deinem Willen folgst, so verlierst du meine Gnade, trennst dich auf Ewig von mir, vertreibst den heiligen Geist aus deinem Herzen, verlierst das Anrecht an den Himmel und verdienst die ewige Verdammung." Du weißt dieß Alles; das Gewissen erinnert dich daran, und doch wagest du es, zu thun, was dein Gott dir so streng verboten hat. Er spricht zu dir: Hüte dich, Unkeuschheit zu treiben, dich zu berauschen, zu fluchen, deinen Nächsten zu beleidigen; gib das ungerechte Gut, das du besitzest, wieder zurück!" Du aber sagst: Ich thue es nicht!"- Welch abscheulicher Ungehorsam! Wann empörest du dich so gegen Gott? In dem Augenblicke, wo er dich mit seinen Wohlthaten überhäuft, wo er dir die Gesundheit, die Kräfte des Leibes und der Seele, Nahrung, Kleidung und soviel an­deres Gute verschafft. Womit beleidigest du ihn? Mit den Gaben, die er dir aus Liebe geschenkt: mit deinem Verstande, deinem freien Willen, deinen Gliedern. Warum verachtest du ihn? Wegen einer Handvoll Gerste, wegen eines Stücklein Brodes, wegen einer minutenlangen Wollust, wegen eines kleinen Vortheils. Ach, wie schwer muß deinen Gott eine solche Be­handlung beleidigen! Er hat dir ja nie Etwas zu Seide gethan, im Gegentheile dich stets mit Wohlthaten überhäuft, und du be­handelst ihn ärger, als den größten Feind! Welche Schändlichkeit!

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Ueberlege es wohl! Alles, was die Gerechten jemals Großes gethan haben, kann Gott nie so viele Ehre geben, als ihm durch eine einzige Todsünde entzogen wird, weil die Huldigung der Gerechten endlich, die Beleidigung durch die Todsünde unendlich ist. In diesem Sinne sagt der heilige Augustin: Es wäre besser, Himmel und Erde und Alles ginge zu Grunde, als daß Gott beleidiget würde, und wäre es auch blos mit einer läß­lichen Sünde." Und ein anderer heiliger Vater behauptet, daß der Anblick der Sünde dem Sohne Gottes mehr Schmerzen ver­ursacht habe, als alle Wunden seines Leibes.

Das ist das Abscheuliche der Sünde an sich; und nun betrachte fie in ihren Folgen.