V
dadurch den Reiz der Abwechselung, der die lateinischen Vespern auszeichnet, zum größten Theil verlieren.
3. Bei den aus der Liturgie der Kirche entnommenen Theilen ist( mit einigen wenigen durch das praktische Bedürfniß begründeten Ausnahmen) Alles, was der Chor zu singen hat, deutsch und lateinisch, Alles dagegen, was der Priester allein singt, blos in deutscher Uebersetzung wiedergegeben.
4. Was die im Buche enthaltenen Litaneien betrifft, so wird den Herren Geistlichen bekannt sein, daß die S. Congregatio Rituum zum Gebrauche bei öffentlichen Andachten nur die Allerheiligen- Litanei, die Lauretanische Litanei und die Litanei vom süßen Namen Jesu approbirt hat. Es wird denselben daher anheimgestellt, bei öffentlicher Abhaltung der die zweite Abtheilung des Buches bildenden Andachten den dort stehenden Litaneien eventuell eine der drei erwähnten zu substituiren.
5. Die Numerirung der einzelnen Stücke ist vorzugsweise von dem Gesichtspunkt aus erfolgt, daß der Gemeinde durch Anschreiben der Nummern möglichst flar und einfach kund gegeben werden könne, was zu singen oder zu beten ist. Es haben darum nicht blos die Lieder, sondern auch die daraus zusammengestellten Aemter, die Vespern, Andachten und Litaneien eigene Nummern erhalten.
6. Mit Rücksicht darauf, daß man mitunter( z. B. beim Beichten) längere Zeit in der Kirche mit Warten zubringen muß, sind im Anhang einige Betrachtungen aufgenommen, welche man in solchen Fällen, gewiß nicht ohne geistigen Nutzen, langsam durchlesen kann. Auch werden dieselben Solchen, die aus irgend einem Grunde den Gottesdienst nicht besuchen können und darum zu Hause ihrer Andacht obliegen wollen, sehr nützlich sein.
1


