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Abendmahl den Kelch mit Wein nahm und sprach: Dies ist mein Blut des neuen Bundes, das für Viele vergossen werden wird zur Vergebung der Sünden." Matth. 26, 28. Das Blut der Opferthiere im alten Bunde hatte nach den Worten der h. Schrift( III. Mos. 16, 14) und nach der Bestätigung des Apostels ( Hebr. 9, 13) die Kraft, die Verunreinigten von ihren Sünden und Mafeln zu reinigen und zu heiligen. Diese reinigende und heiligende Kraft hatte das Blut der Opferthiere nur als Vorbild des Opferblutes Jesu Christi. An sich konnte es nur sinnbildlich, d. h. äußerlich reinigen und bürgerlich rechtfertigen, aber nicht innerlich Gott gefällig machen. Zur wahren, innerlichen Rechtfertigung war der blutige Opfertod Christi erforderlich, welchen die Angehörigen des alten Bundes bei ihren blutigen Opfern im Glauben an die göttlichen Verheißungen und in reuevoller Gesinnung sich aneignen mußten, wenn sie gereinigt und geheiligt werden wollten. Wenn also das Blut der Opferthiere als Vorbild des Opferblutes Christi die Kraft hatte, von Sünden zu reinigen und zu rechtfertigen, um wie viel mehr hat das Blut Christi selbst diese Kraft, da Er sich selbst als die Vollendung aller vorbildenden Opfer, als das vollkommenste Opfer, Gott seinem himmlischen Vater dargebracht hat.


