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unter Einem Vater im Himmel; Alle liebt dieser Vater; Alle sollen einander lieben, weil sie Brüder, weil sie geliebte Kinder Gottes sind. Gott ist die Liebe, und der Menschen Pflicht ist Liebe." Dieſe Wahrheiten beherzigt der betende Mensch, beherzigt sie vor Gott, im vertrauten Umgange mit Gott; wie ist es möglich, daß sein Herz dabei kalt, eigennützig, rachsüchtig liebeleer bleibe? Wir sollten die Liebe nicht wieder lieben? Nein! wir sind nicht fähig, Gott vorsätzlich zu belügen, wenn wir für unsere Brüder, für Kinder, Eltern, Gatten, Freunde und Feinde beten. Das Gebet gibt unserer Menschenliebe neue Kraft, neue Wärme. Die Fürbitte für die Obrigkeiten und für alle Menschen, die mit uns in einer gemeinschaftlichen Verbindung leben, stärkt und vermehrt unsere Gewissenhaftigkeit in Beobachtung der gesellschaftlichen Pflichten, und erhebt unsere Gesinnungen zur gemeinnüßigen Großmuth. Wenn wir auch noch zur Stunde des Gebetes an das Gute denken, das uns durch die bürgerliche Gesellschaft zugetheilt wird, so werden wir geneigter, die gemeinen Lasten mitzutragen, und uns den Landesgesetzen gewissenhaft zu unterwerfen. Wer recht betet, wird ein redlicher Bürger, ein nützliches Glied des Staates. Das Gebet stärkt den Menschen bei Schwierigkeiten
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