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Die Stunde der Andacht, ein Gebet- und Erbauungsbuch für Geist und Herz / von einem Weltpriester I. H.
Entstehung
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zu höheren Geschäften bestimmt, erniedrigte sich, und verläugnete ihren Ursprung. Gefangen von niedrigen Lüsten, vom Gepränge der Welt be­täubt, von der verführenden Stimme der Wol luft gelocket, verlebte ich sorglose Tage. Du er schusst mich zum Engel, und ich erniedrigte mich zum Staube. Herr! du kennst mein Herz; bilde es nach deinem Gefallen. Entreiß meine Seele den Irrthümern, und meine Sinne der Verblen­dung. Mache, daß mein Herz auf den Flügeln der stillen Betrachtung sich öfters gegen den Him­mel schwinge, und sich zur rechtschaffenen Aus­übung des Berufs stets vorbereite. Mein Geist verehret dich, ewiges, allmächtiges Wesen! er fühlet seine Schwachheit, verabscheuet die Sünde, sündiget, zittert, empfindet Reue, sündigt wie­der und betet dich an.

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Herr! entreiß mich dem Verderben! Deine Gnade sei mächtig in meiner Schwachheit! nur du bist der heiligste Gott! die Wahrheit selbst! und so sicher ich an dich glaube; so ges tröstet hoffe ich auf deine Güte. Fremde Flam­