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Belehrungen.
wissens Beifall lächelt zu leichtsinnigen Scherzen und Neußerungen, einstimmt in die unchristlichen und glaubenslosen Bemerkungen über Religion und ihre Diener, aus Furcht, er möchte für zu katholisch gehalten werden; b) in Ausübung der religiösen Pflichten, die er öffentlich nicht erfüllen will, oder nicht so erfüllt, wie es der Glaube erfordert, da er selten zu den hl. Sakramenten tritt, dabei ohne Sammlung des Geistes und ohne andächtige Haltung erscheint, das Wort Gottes nicht anhört; sich schämt, vor dem Allerheiligsten das Knie zu beugen, vor hl. Bildern das Haupt zu entblößen, vor und nach der Mahlzeit zu beten, aus Besorgniß, er möchte sich lächerlich machen; c) im Benehmen gegen Vorgesetzte und Mitschüler, indem sie den jungen Menschen nöthigt, höchst verderbliche Wege zu gehen, gegen Lehrer und Vorgesetzte sich aufzulehnen, ihr Ansehen zu mißachten, das gegebene Aergerniß des Ungehorsams hartnäckig fortzusehen, den gefährlichen Umgang mit verdächtigen oder ver= dorbenen Mitschülern nicht abzubrechen, aus Furcht, sonst für charakterlos gehalten zu werden. Dir einen gerechten Abschen vor der Menschenfurcht einzuflößen, mag Folgendes dienen:
1. Menschenfurcht ist Thorheit. Wenn ein Gesunder in Gegenwart eines Kranken sich seiner Gesundheit schämte, ein Sehender den Spott der Blinden fürchtete, müßte man nicht Beide für Thoren halten? Ist es aber eine geringere Thorheit, wenn der Jüngling seiner bessern Ueberzeugung zuwider sich schämt, seine Pflicht zu thun, und sich zu Fehlern hinreißen läßt, die er selber an Denjenigen, denen zulieb er sie thut, nur verachten kann?
2. Menschenfurcht ist eine Schande; denn sie ist eine Verleugnung der menschlichen Würde und Vernunft, der männlichen Kraft und Selbständigkeit. Eingeschränkt zwar durch die Gebote des Allerhöch


