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Der studirende Jüngling in seinem Wandel und Gebet : ein Lehr- und Gebetbuch / von P. Joseph Frey, Priester der Gesellschaft Jesu. Mit bischöflicher Approbation
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Wovor der studirende Jüngling sich zu hüten habe. 13

dich herab, und ermuthigst dich zum Kampfe. Wandle in hl. Furcht vor Gott, der dich überall sieht, und einst über dich zu Gericht sihen wird. Ganz besonders aber nimm deine Zuflucht zu Ma­ria, der Jungfrau der Jungfrauen, und stelle deine Unschuld unter ihren Schuß, damit sie die Gefah­ren derselben von dir abwende und dir hülfreiche Hand leiste im gefährlichen Kampfe. Zu diesem Ende bete täglich das Gebetchen, meine Gebiete­rin." Mehreres über die Bekämpfung der Ver­suchungen findest du später in einer besondern Ab­handlung.

§. 4. Vor der Menschenfurcht.

Zu den gefährlichsten Feinden des jugendlichen Alters gehört auch die Menschenfurcht, denn sie hält das bessere Gefühl und die edleren Gesinnun­gen des Jünglings in Fesseln, und führt ihn auf die gefährlichsten Irrwege. Als Sklave der Men­schenfurcht kann er nie seiner geistigen Freiheit sich freuen; denn er muß nach den Gesinnungen und dem Betragen seiner Jugendgenossen sich richten, er muß Loben was sie loben, tadeln was sie tadeln, handeln wie sie handeln. Er darf es nicht einmal wagen, der Stimme seines Gewissens zu folgen und nach den Grundsätzen seiner christlichen Erzie­hung zu leben. Unentschieden in Gesinnung und Handlung hat er keine eigenen Grundsäße; die An­sichten seiner Genossen sind die seinigen. Von ihnen läßt er sich hinreißen zu den schändlichen Aus­schweifungen der Jugend, er läßt sich nöthigen ein­zustimmen in die sitten- und glaubenslosen Gespräche der Andern, zu vernachlässigen seine heiligsten Pflich­ten. Diese Menschenfurcht übt ihre grausame und gottlose Herrschaft über ihn besonders aus: a) in Gesellschaften, wo er gegen die Stimme des Ge­