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Die Skapulierbruderschaft : ein Unterrichts- und Erbauungsbüchlein, zunächst für die Mitglieder dieser Bruderschaft und dann für jeden Erbauung suchenden Christen / von Adolf Pfister. Mit Approbation des hochw. Bischofs von Rottenburg
Entstehung
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nannt, waren die Anfänge, aus welchen der Kreuz­fahrer Berthold von Kalabrien im Jahre 1156 den Karmelitenorden begründete, der von dem gott­seligen Patriarchen Albert von Jerusalem eine strenge Ordensregel erhielt. Papst Honorius III. ertheilte jodann, von Maria eigens hiezu ermahnt, dem Orden die kirchliche Bestätigung. Als dieser Orden kurz darauf nach Europa verpflanzt wurde, fand er hier statt guter Aufnahme nur Geringschätzung und Ver­folgung, so daß der Untergang des Ordens zu be­fürchten war. Um Rettung aus dieser Noth wandte sich der damalige Ordensgeneral der Karmeliten, der hl. Simon Stock, an die Patronin, deren besonderer Verehrung sich dieser Orden stets gewidmet hatte, an Maria, mit der Bitte, daß sie ihm einen bleiben­den Gnaden- Vorzug als Zeichen ihres besonderen Schußes verleihe.

Seine flehentlichen Bitten fanden Erhörung. Es erschien ihm nemlich am 16. Juli 1251 zu Cambridge in England die Mutter Gottes Maria in großem Glanze, umgeben von vielen seligen Geistern, reichte ihm ein Skapulier von brauner Farbe und sprach zn ihm die Worte: ,, Empfange, mein geliebter Sohn, das Stapulier deines Ordens; es ist das Zeichen meiner Bruderschaft, das Zeichen des Vorrechtes, das ich für dich und für die Kinder vom Berge Karmel erfleht habe. Wer mit diesem Gewande angethan( fromm) sterben wird, soll das ewige Feuer nicht leiden. Es ist ein Zeichen des Heiles, eine Schutzwehr in Gefahren und das Unterpfand eines besonderen Friedens und Schußes." Diese Erscheinung der heiligsten Jungfrau wurde von mehreren Päpsten als ächt und wahr anerkannt, zuletzt von dem ebenso