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Der Entschluß im heiligen Jüngling wurde darum immer fester. Wie schon die weite Pilgerreise desselben von Schottland nach Rom gezeigt hatte, daß er wohl das Wort des Erlösers gefaßt habe, daß man sich bei der Nachfolge Christi selber verläugnen müsse, so zeigte es seine Weiterreise. Denn in jener Zeit, wo noch ungangbare Wege fast überall waren, ganz allein, arm, auf die Unterstüßung wohlthätiger Menschen angewiesen, kehrte der heilige Wendelin über die Alpen zurück. Jedoch nicht in die Heimath, nach Schottland lenkte er seine Schritte, weil er ja seine Eltern und Alles, was ihm auf der Welt theuer war, verlassen wollte, sondern in die Gegend, die damals Westrich( Westreich) genannt wurde, wo heutzutage Saarbrücken, Pirmasens, Kaiserslautern liegt, also an der Gränze der Rheinlande gegen die neuen deutschen Provinzen Elsaß und Lothringen. In dieser Gegend nun lag der Ort Tholey, welcher schon zu der Römerzeit eine Art Festung war. Wahrscheinlich schon damals in den ersten Zeiten nach Christi Geburt war dort für christliche römische Soldaten christlicher Gottesdienst. In der Nähe von dem heutigen Tholey etwas weiter südlich liegt die Gemeinde St. Wendel heutigen Tages, und dahin kam unser Heiliger. Es ist jetzt ein recht freundliches Thal, während es zur Zeit des heiligen Wendelin offenbar eine Wildniß war.


