Druckschrift 
Fasten- und Osterbüchlein, das ist: 53 Betrachtungen über das bittere Leiden und Sterben, die Auferstehung und Himmelfahrt unsers Herrn Jesu Christi für die Fasten- und Osterzeit : nebst Meß- und Abendgebeten Litanei für die Fasten- und Osterzeit [...] / von einem katholischen Pfarrer J. E.
(Herausgeber der Maiandacht)
Entstehung
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Sohn, sondern weil sie Alles durch ihre Fürbitte bei ihm vermag.

Maria ist aber zugleich unsere Mutter. Jesus hat am Kreuze sie uns als Mutter übergeben, wie Seite 151 gesagt ist. Wie liebt uns diese beste Mutter! Wie groß auch die Liebe irdischer Mütter zu ihren Kindern sein mag, so ist sie doch nichts im Vergleich der Mutterliebe Mariä zu uns, die ihr Sohn als Kinder ihr über­geben hat.

Wer Gott liebt, liebt auch den Nächsten. Je größer die Liebe zu Gott, desto größer ist auch die Liebe zu dem Nächsten. Wie viel haben die Hei­ligen, weil sie Gott sehr liebten, aus Liebe zu dem Nächsten gethan? Da nun Niemand Gott mehr liebt, als Maria, so können wir auch nach Gott Niemanden finden, der uns so sehr liebt, als unsere geliebte Mutter Maria.

,, Was Jesus von der Liebe des Vaters sagte: Also hat Gott die Welt geliebt, daß 2c.," läßt sich auch auf Maria anwenden," sagt der heilige Bonaventura: ,, Also hat uns Maria geliebt, daß sie ihren einzigen Sohn für uns hingab." Maria ist so barmherzig, daß es ihr unmöglich ist, einem Elenden und Hülfsbedürftigen, der seine Zuflucht zu ihr nimmt, ihr Mitleid und ihre Hülfe zu versagen. Je elender Jemand ist, um so mehr Mitleid hat sie mit ihm. Freuen wir uns, daß wir eine so gütige, barmherzige, mächtige Mutter und Fürsprecherin im Himmel haben. Ist sie unsere gute Mutter, so seien wir auch ihre guten,