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hatte. Die heiligste Dreifaltigkeit segnet sie und frönt sie zur Königin des Himmels.
Maria ist im Himmel unsere Fürsprecherin, unsere Mittlerin bei ihrem Sohne, unsere Mutter. Welchen Trost und welches Vertrauen muß uns dies einflößen! Wir elende Sünder sind nicht würdig, das zu erlangen, um was wir bitten. Gott der ewige, höchste Herr aller Geschöpfe, wir Staub und Asche, Gott der Allergerechteste, wir verdammungswürdige Geschöpfe! Wer sollte da die beleidigte Majestät Gottes nicht fürchten? Aber vertrauen wir. Wir haben Maria, die mit Gott und uns in innigster Verbindung steht, die durch ihre Fürsprache, wie einst Moyses beim Volfe Israel, ein Vermittlungsamt ausübt, an deren Hand wir Sünder zum Allerheiligsten herantreten dürfen. ,, Du fürchtest vielleicht die göttliche Majestät," sagt der heilige Bernhard. Willst du einen Anwalt bei ihm haben, wende dich an Maria. Der Sohn wird gewiß seine Mutter und der Vater gewiß den Sohn erhören. Das ist der Trost der Sünder, das ist mein größtes Vertrauen, das ist der ganze Grund meiner Hoffnung." ,, Da die Bitten Mariä," sagt der heilige Alphons, ,, die Bitten einer Mutter sind, so find sie für Jesus Christus gewissermaßen Befehle, weshalb es denn auch unmöglich ist, daß ihre Bitte unerhört bleibe." Ja, einige Väter nennen Maria geradezu ,, die bittende Allmacht" ( omnipotentia supplex), nicht etwa, als wenn sie an sich allmächtig ist, wie ihr göttlicher


