Druckschrift 
Fasten- und Osterbüchlein, das ist: 53 Betrachtungen über das bittere Leiden und Sterben, die Auferstehung und Himmelfahrt unsers Herrn Jesu Christi für die Fasten- und Osterzeit : nebst Meß- und Abendgebeten Litanei für die Fasten- und Osterzeit [...] / von einem katholischen Pfarrer J. E.
(Herausgeber der Maiandacht)
Entstehung
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Daher

Baum erkennt man an den Früchten, die Reue und den Vorsatz an den Wirkungen. beichten ungültig Diejenigen, welche mit dem Nächsten in Feindschaft leben und nicht verzeihen wollen. Daß Solche keine Vergebung der Sünden erhalten, hat der Heiland wiederholt und be­stimmt gesagt. Um ihr Gewissen zu beruhigen, sprechen sie: Ich hasse den Nächsten nicht." Aber das thun sie doch. Sie tragen eine Ab­neigung im Herzen gegen ihn, freuen sich über sein Unglück, verbreiten dessen Fehler, mögen ihn nicht einmal grüßen, wenn sie gegrüßt werden. Das ist keine Vergebung, keine Liebe! Was man allen Menschen schuldig ist, darf man auch seinem Beleidiger nicht verweigern.

3. Diejenigen, welche fremdes Gut, das sie durch Diebstahl oder Betrug besitzen, nicht zurück­geben. Ohne Erstattung des unrechtmäßigen Gutes. ist die Beicht, ungültig und keine Vergebung mög­lich, weil sie keine Reue haben. Ach, wie viele Diebstähle und Betrug geschehen, und wie selten findet die Wiedererstattung statt. Die Diebe und Betrüger werden mit dem ungerechten Gute zur Hölle fahren, wo das fremde Gut sie ewig auf der Seele brennen wird. Dasselbe gilt von

4. Denjenigen, welche durch Verleumden und Ehrabschneiden dem Nächsten die Ehre geraubt haben. Sie müssen widerrufen und die geraubte Ehre wiedererstatten, sonst keine Vergebung. Wie selten geschieht das! Ebenso müssen Diejenigen, welche Andere verführt haben, nach Möglichkeit