Druckschrift 
Fasten- und Osterbüchlein, das ist: 53 Betrachtungen über das bittere Leiden und Sterben, die Auferstehung und Himmelfahrt unsers Herrn Jesu Christi für die Fasten- und Osterzeit : nebst Meß- und Abendgebeten Litanei für die Fasten- und Osterzeit [...] / von einem katholischen Pfarrer J. E.
(Herausgeber der Maiandacht)
Entstehung
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Stimmen, die uns zurufen, wie sehr er uns liebt. O mein Gott, wie ist es möglich, daß eine Seele, die das Leiden und den Tod Jesu betrachtet, nicht von Liebe zu ihm entbrenne mit dem festen Ent­schlusse, selig zu werden, um gegen einen so Liebe­vollen nicht undankbar zu sein! ,, Die Wunden Jesu," sagt der heilige Bonaventura, sind glü­hende Pfeile, welche steinerne Herzen durchdringen und eiskalte Seelen entzünden."

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Viele Menschen fündigen, weil sie die Straf­würdigkeit der Sünde nicht erkennen und ver­messentlich auf Gottes Barmherzigkeit vertrauen. Nun zeigt uns das Leiden Christi die ganze Größe und Bosheit der Sünde und die Strenge der göttlichen Gerechtigkeit. Höre ein Gleichniß. Drei Diebe kommen in eine Stadt, um zu stehlen. Vor dem Stadtthore sehen sie am Galgen einen vor­nehm gekleideten Leichnam hangen. ,, Wer ist der?" fragen sie. ,, Der Sohn des obersten Richters der Stadt. Sein eigener Vater hat ihn hin­richten lassen." Das muß doch wohl ein grau­samer Vater und der Sohn ein großer Verbrecher sein!" ,, Nein, er ist der beste und gütigste Vater und der Sohn der Unschuldigste und Bravste.. Ein Knecht des Richters hatte gestohlen und sollte hingerichtet werden. Der Sohn, von Mitleid ge­rührt, bot sich als Bürgen an für den Knecht. Der Knecht entfloh, und nun ließ der gerechte Richter seinen einzigen Sohn hinrichten." ,, weh," sagten die Diebe zu einander, hier müssen wir das Stehlen bleiben lassen. Denn wenn der