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in welcher Vergessenheit dieser größten Wohlthat wir Menschen leben, die wir doch die Ursache seines Leidens gewesen sind.
Da Jesus sein Leben und Alles für uns hingegeben und alle Leiden für uns erduldet hat, wäre es da nicht billig, daß auch wir unser Leben für ihn opferten und den Leiden uns unterwerfen, die er für uns gelitten hat? Das wäre noch zu wenig. Allein er verlangt das nicht einmal von uns, er verlangt nur, daß wir ihn lieben, für die erwiesenen Wohlthaten dankbar sind und uns. häufig der großen Schmerzen erinnern, die er aus Liebe zu uns gelitten hat. Deswegen hat er das heilige Meßopfer eingesetzt, um durch dasselbe das Andenken an sein Leiden in uns lebendig zu erhalten. ,, Thut dies zu meinem Gedächtniß." Und der heilige Paulus ermahnt uns, daß wir, so oft wir von diesem Brode essen, den Tod des Herrn verkündigen sollen, bis er fommt.
Ach, die meisten Menschen denken so selten an das Leiden und die Liebe Jesu, ihres größten Wohlthäters! Denfe dir, wie Jesus über dich mit Recht sich beflagen fann: O mein Kind, für dich habe ich Knechtsgestalt angenommen, von der Krippe bis zum Kreuze Noth, Armuth, Verfolgungen und Beschimpfungen erduldet. Sieh' die Stricke, Ketten, Schläge, Geißelstreiche, die Dornen, das Kreuz, sieh', ich leide an allen Gliedern, an allen Sinnen, am Leibe und an der Seele! O ihr Alle, die ihr des Weges vorübergeht, merket auf und sehet, ob ein Schmerz


