Druckschrift 
Fasten- und Osterbüchlein, das ist: 53 Betrachtungen über das bittere Leiden und Sterben, die Auferstehung und Himmelfahrt unsers Herrn Jesu Christi für die Fasten- und Osterzeit : nebst Meß- und Abendgebeten Litanei für die Fasten- und Osterzeit [...] / von einem katholischen Pfarrer J. E.
(Herausgeber der Maiandacht)
Entstehung
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gekommen, wenn Jesus uns nicht durch sein Kreuz und Leiden davon befreit hätte. Wenn uns Gott wieder lieb hat als seine Kinder, uns reiche Gnaden mittheilt, wenn uns der Himmel wieder offensteht, so verdanken wir das ganz allein Jesus und seinem heiligen Kreuze.

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Wir danken für eine Gefälligkeit, für eine ge­ringe Gabe. Wie sollen wir erst Jesus für diese unschätzbaren Güter danken, wie könnten wir seines Leidens vergessen! Und er hat so viele und schwere Leiden für uns ertragen. Blickt auf ihn, wie er am Kreuze hängt, gemartert an allen Gliedern, in einem- Meere der Schmerzen, in Trostlosigkeit und Gottverlassenheit. Seht, wie er gleichsam die Höllenqualen leidet, die wir ver­dient haben, um uns die verlorne Himmelsfreude zu erwerben. Ja, wie kein Schmerz größer, als Jesu Schmerz, so ist auch keine Liebe größer, als Jesu Liebe. Wie würdet ihr Einem danken, der euch aus einem brennenden Hause retten, aber dabei sich selbst schrecklich verbrennen würde und daran sterben müßte! Würdet ihr das so leicht vergessen? Jesus hat uns durch seinen schmerz­lichen Tod vom ewigen Feuer der Hölle errettet: welche Undankbarkeit wäre es, wenn wir an sein Leiden so selten dächten! Wie wehe muß es dem lieben Heilande thun, wenn wir, die er so sehr geliebt hat, so gleichgültig gegen ihn sind! Der heilige Franciscus von Assisi weinte einst bitter­lich über die großen Qualen und Beinen, die Jesus für uns unschuldig gelitten hat, da er sah,

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