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Allgemeines Gebetbuch : ein Haus- und Kirchenbuch für evangelische-lutherische Christen / hrsg. im Auftrag der Allg. Luth. Konferenz
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Auferstehung, jüngstes Gericht und ewiges Leben.

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8. Seid getrost und hoch er­freut, Jesus trägt euch, meine Glieder! Gebt nicht Statt der Traurigkeit! Sterbt ihr, Chri­stus ruft euch wieder, wenn die lebt Posaun erklingt, die auch durch die Gräber dringt.

und fleht, wird dort frisch und| Ziel, fie treibet fort und fort ihr herrlich gehen; irdisch werd ich Spiel, läßt nimmer ab zu toben; ausgesät, himmlisch werd ich auf ja, wie mein Heiland selber spricht: erstehen; hier geh ich natürlich ein, aus ihr ist kein Erlösung nicht. dort, da werd ich geistlich sein. 3. Ewigkeit, du machst mir bang! O ewig, ewig ist zu lang, hier gilt fürwahr kein Scherzen. Drum, wenn ich diese lange Nacht zusammt der großen Pein betracht, erschreck ich recht von Herzen. Nichts ist zu finden weit und breit so schrecklich, als die Ewigkeit.

9. Lacht der finstern Erden­kluft, lacht des Todes und der Höllen, denn ihr sollt euch durch die Luft eurem Heiland zugesellen. Dann wird Schwachheit und Ver­druß liegen unter eurem Fuß.

10. Nur, daß ihr den Geist erhebt von den Lüsten dieser Er den und euch dem schon jetzt er­gebt, dem ihr beigefügt wollt wer­den. Schickt das Herze da hin­ein, wo ihr ewig wünscht zu sein.

4. Ach Gott, wie bist du so gerecht; wie strafest du die bösen Knecht im heißen Pfuhl der Schmer­zen! Auf kurze Sünden dieser Welt hast du so lange Pein be­stellt! Ach, nimm dies wohl zu Herzen; und merk auf dies, o Menschenkind: kurz ist die Zeit, der Tod geschwind.

5. Wach auf, o Mensch, vom Sündenschlaf; ermuntre dich, ver­lornes Schaf, und beffre bald dein Leben. Wach auf! es ist doch hohe Zeit, es kommt heran die Ewigkeit, dir deinen Lohn zu geben. Viel­leicht ist heut der letzte Tag, wer weiß noch, wie man sterben mag?

6. Ach! laß die Wollust die­ser Welt, Pracht, Hoffart, Reich­tum, Ehr und Geld dir länger nicht gebieten. Schau an die große Sicherheit, die falsche Welt und böse Zeit zusammt des Teufels Wüten. Vor allen Dingen hab in Acht die vorerwähnte lange Nacht. 7. Ewigkeit, du Donner­wort, o Schwert, das durch die Seele bohrt, o Anfang sonder

2. Rein Unglück ist in aller Welt, das endlich mit der Zeit nicht fällt und ganz wird aufge­hoben; die Ewigkeit hat nur kein Ende! Ewigkeit, Zeit ohne

Louise Henriette,

Kurfürstin von Brandenburg. 1667.

207. Eigene Melodie.

D Ewigkeit, du Donnerwort, o

Schwert, das durch die Seele bohrt, o Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, ich weiß vor großer Traurigkeit nicht, wo ich mich hinwende. Mein ganz erschrocknes Herze bebt, daß mir die Zung am Gaumen klebt.