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Allgemeines Gebetbuch : ein Haus- und Kirchenbuch für evangelische-lutherische Christen / hrsg. im Auftrag der Allg. Luth. Konferenz
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Dritter Teil: Lieder.

680

206.

grüßet mir, thu auf der Gnaden Pfort! Wie große Zeit hat mich verlangt nach dir, eh ich bin

Eigene Melodie.

kom

Jesus,

men fort aus jenem böſen Leben, eu, meine Zuversicht und

aus jener Nichtigkeit, und mir Gott hat gegeben das Erb der Ewigkeit.

mein im Leben. Dieses weiß ich, soll ich nicht da­rum mich zufrieden geben? was die lange Todesnacht mir auch für Gedanken macht?

5. Was für ein Volk, was für ein edle Schar kommt dort ge- 2. Jesus, er mein Heiland, zogen schon? Was in der Welt lebt; ich werd auch das Leben von Auserwählten war, seh ich; schauen, sein, wo mein Erlöser die beste Kron, die Jesus mir, schwebt, warum sollte mir denn der Herre, entgegen hat gesandt, grauen? Läfset auch ein Haupt da ich noch war von ferne in sein Glied, welches es nicht nach meinem Thränenland. sich zieht?

6. Propheten groß und Patri­archen hoch, auch Christen insge­mein, die weiland dort trugen des Kreuzes Joch und der Ty rannen Bein, schau ich in Ehren schweben, mit Freiheit überall, mit Klarheit hell umgeben, mit sonnenlichtem Strahl.

3. Ich bin durch der Hoff­nung Band zu genau mit ihm verbunden; meine starke Glau­benshand wird in ihm gelegt be­funden, daß mich auch kein Todes­bann ewig von ihm trennen kann.

4. Ich bin Fleisch und muß daher auch einmal zu Asche wer­den; das gesteh ich, doch wird er mich erwecken aus der Erden, daß ich in der Herrlichkeit um ihn

7. Wenn dann zuletzt ich an gelanget bin im schönen Para­deis, von höchster Freud erfüllet

wird der Sinn, der Mund von sein mög allezeit.

Lob und Preis. Das Hallelu­

5. Dann wird eben diese Haut

jah reine spielt man in Heiligkeit, mich umgeben, wie ich gläube. das Hosianna feine ohn End in Ewigkeit.

Gott wird werden angeschaut dann von mir in diesem Leibe; und in diesem Fleisch werd ich Jesum sehen ewiglich.

8. Mit Jubelklang und In­strumenten schon*) auf Chören ohne Zahl, daß von dem Schall 6. Dieser meiner Augen Licht und von dem süßen Ton sich regt wird ihn, meinen Heiland, fen­der Freudensaal, mit hundert nen; ich, ich selbst, ein Fremder tausend Zungen, mit Stimmen nicht, werd in seiner Liebe bren­noch vielmehr, wie von Anfang nen, nur die Schwachheit um gesungen das himmelische Heer. und an wird von mir sein ab­gethan.

*) schön.

J. M. Meyfart. 1642.

7. Was hier kranket, seufzt