Druckschrift 
Allgemeines Gebetbuch : ein Haus- und Kirchenbuch für evangelische-lutherische Christen / hrsg. im Auftrag der Allg. Luth. Konferenz
Entstehung
Einzelbild herunterladen

674

Gott! laß uns nicht verzagen vor ihn verklären und ewger Freud der tiefen Höllen Glut. Kyrie wird gewähren. eleison!

6. Hie ist er in Angst gewesen, dort aber wird er genesen, in ewiger Freud und Wonne leuch­ten wie die helle Sonne.

3. Mitten in der Höllen Angst unsre Sünd uns treiben, wo solln wir denn fliehen hin, da wir mögen bleiben? Zu dir, Herr Christ, alleine. Vergossen ist dein teures Blut, das gnug für die Sünde thut. Heiliger Herre Gott! Heiliger, starker Gott! Heiliger, barmherziger Heiland! du ewiger Gott! laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost. Kyrie eleison!

7. Nun lassen wir ihn hie schlafen und gehn all heim unsre Straßen, schicken uns auch mit allem Fleiß; denn der Tod kommt uns gleicher Weis.

8. Das helf uns Christus, unser Trost, der uns durch sein Blut hat erlöst vons Teufels Gwalt und ewger Pein. Ihm sei Lob, Preis und Ehr allein! Michael Weiße. 1540. V. 8. Mart. Luther.

Dr. M. Luther. 1546.

199.

Dritter Teil: Lieder.

198. Eigene Melodie.

Nun

un laßt uns den Leib begra­ben, bei dem wir kein Zwei­fel haben, er werd am jüngsten Tag aufstehn und unverweslich hervor gehn.

2. Erd ist er und von der Erden, wird auch zur Erd wie­der werden, und von der Erd wieder aufstehn, wenn Gotts Po­saune wird angehn..

3. Sein Seele lebt ewig in Gott, der sie allhie aus lauter Gnad von aller Sünd und Misse­that durch seinen Sohn erlöset hat.

4. Sein Jammer, Trübsal und Elend ist kommen zu ein'm felgen End. Er hat getragen Christi Joch, ist gestorben und lebet noch.

5. Die Seele lebt ohn alle Klag, der Leib schläft bis an jüngsten Tag, an welchem Gott

Eigene Melodie.

Welt, ich muß dich lassen, ich fahr dahin mein Stra­ßen ins ewge Vaterland. Mein Geist will ich aufgeben, dazu mein Leib und Leben setzen in Gottes gnädge Hand.

2. Mein Zeit ist nun voll­endet; der Tod das Leben endet*); Sterben ist mein Gewinn; fein Bleiben ist auf Erden, das Ewge muß mir werden, mit Fried und Freud fahr ich dahin.

*) Andere: schändet. 3. Ob mich gleich hat betro­gen die Welt, von Gott gezogen durch Schand und Büberei, will ich doch nicht verzagen, sondern mit Glauben sagen, daß mir mein Sünd vergeben sei.

4. Auf Gott steht mein Ver­trauen, sein Angsicht will ich schauen wahrlich durch Jesum