Wer ist der Urheber der Andacht zc. umgegossen in die Form des himmlischen Erlöserherzens.
Auf Golgatha ist das gottmenschliche Herz Jesu für uns gebrochen, um, einem zerschlagenen Salbgefäß vergleichbar, die köstliche Narde seines Blutes bis zum letzten Tropfen über die Welt auszugießen. In Ewigkeit ergründet kein erschaffener Verstand die Todespein, welche das liebeglühendste, mitleidsvollste Herz erduldet. Wie gieriges Feuer am Brandopfer, so zehrten namenlose Qualen am Herzen des Erlösers und rasteten nicht, als bis sie Es verzehrt hatten. Damit war die zürnende Gerechtigfeit versöhnt; das Fronleichnamsherz glorreich wiederbelebt, jauchzt nun dem Vater ewig zu: ,, Nach meiner Schmerzen Zahl in meinem Herzen erfreuen deine Tröstungen meine Seele," ¹) ,, überwallen Mich die Ströme deiner unendlichen Liebe und Seligkeit!" 2)
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Dieses für uns zum Tod verwundete, jetzt herrlich verklärte Liebesherz Jesu sendet uns von seinem Throne zur Rechten des Vaters und vom Tabernakel aus beständig heilige Erquickung, himmlische Ermuthigung, überirdische Freude, so daß auch wir inmitten der Trübjale dieses Lebens jubeln: ,, Nach meiner Schmerzen Zahl in meinem Herzen erfreuen deine Tröstungen meine Seele!" Diese Tröstungen empfingen die Heiligen aller Jahrhunderte, empfangen alle Verehrer des göttlichen Herzens. Hören wir nun ihre begeisterten Worte:
1) Psalm 93, 19.- 2) Wolter, Psalmen, III. S. 425.


