Druckschrift 
Die unerschöpfliche Gnadenquelle der heiligen Kirche : katholisches Gebet- und Erbauungsbuch zur Verehrung der allerheiligsten Herzens Jesu / von Philibert Seeböck
Entstehung
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Wer ist der Urheber der Andacht zc. umgegossen in die Form des himmlischen Erlöser­herzens.

Auf Golgatha ist das gottmenschliche Herz Jesu für uns gebrochen, um, einem zerschlagenen Salb­gefäß vergleichbar, die köstliche Narde seines Blutes bis zum letzten Tropfen über die Welt auszugießen. In Ewigkeit ergründet kein erschaffener Verstand die Todespein, welche das liebeglühendste, mitleids­vollste Herz erduldet. Wie gieriges Feuer am Brandopfer, so zehrten namenlose Qualen am Her­zen des Erlösers und rasteten nicht, als bis sie Es verzehrt hatten. Damit war die zürnende Gerechtig­feit versöhnt; das Fronleichnamsherz glorreich wie­derbelebt, jauchzt nun dem Vater ewig zu: ,, Nach mei­ner Schmerzen Zahl in meinem Herzen erfreuen deine Tröstungen meine Seele," ¹) ,, überwallen Mich die Ströme deiner unendlichen Liebe und Seligkeit!" 2)

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Dieses für uns zum Tod verwundete, jetzt herrlich verklärte Liebesherz Jesu sendet uns von seinem Throne zur Rechten des Vaters und vom Tabernakel aus beständig heilige Erquickung, himm­lische Ermuthigung, überirdische Freude, so daß auch wir inmitten der Trübjale dieses Lebens jubeln: ,, Nach meiner Schmerzen Zahl in meinem Herzen erfreuen deine Tröstungen meine Seele!" Diese Trö­stungen empfingen die Heiligen aller Jahrhunderte, empfangen alle Verehrer des göttlichen Herzens. Hören wir nun ihre begeisterten Worte:

1) Psalm 93, 19.- 2) Wolter, Psalmen, III. S. 425.