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Die unerschöpfliche Gnadenquelle der heiligen Kirche : katholisches Gebet- und Erbauungsbuch zur Verehrung der allerheiligsten Herzens Jesu / von Philibert Seeböck
Entstehung
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Drittes Capitel.

die Lobgesänge der Engelchöre vor dem Throne der göttlichen Majestät. Mit königlicher Freigebigkeit hat Jesus die Segensströme seines göttlichen Her­zens zuerst und in reichster Fülle über das süßeste Herz seiner heiligsten Mutter ergoſſen.

Doch das göttliche Herz Jesu, dem alle Segens­fluth entquillt für Himmel und Erde, wollte alle Menschenherzen begnadigen und eröffnete darum zunächst seine Gnadenschätze dem heiligen Joseph, den Hirten von Bethlehem und den drei Weisen. In seinem 33- jährigen allerheiligsten Leben wurde Es der hochherrliche Mittelpunkt, das Allerheiligſte der Welt; aus Ihm ist die Kirche, das neue Jeru­salem, hervorgegangen; die Völker und Fürsten, die der Herr von Ewigkeit unter die Erlösten ge= zählt, sind in seinem Blute wiedergeboren und jubeln dem reinsten, gnädigsten, himmlischen Erlöserherzen entgegen. Wie aus unerschöpflichem Borne quillt aus Ihm die goldene Fluth, die Himmel und Erde erneuert und verklärt; denn Erlösung, Gnade und Glorie brechen aus diesem göttlichen Herzen hervor und fließen durch alle Regionen der Schöpfung. ¹)

Der heilige Johannes, der Liebesjünger, ruhte beim letzten Abendmahle an der Brust Jesu; da hörte er in nächster Nähe die verjüngenden Lebens­und heißen Liebespulje des göttlichen Herzens pochen, da zerschmolz sein Herz vor diesem Feuer­ofen der heiligsten Liebe wie Wachs und ward

1) Wolter, Psalmen, III. S. 265.