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Der Weiße Sonntag : Belehrungen und Gebete für Erstkommunikanten und die gesamte Jugend, welche würdig und mit Nutzen kommunizieren will ; mit einer Beigabe: Unterricht und Gebete für Firmlinge und Gefirmte / von F. X. Fecht
Entstehung
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3.

Die Sünde der Unkenschheit hat( 9) Gott im sechsten und neunten Gebote ver­boten. Man begeht diese Sünde, wenn man freiwillig, mit Wohlgefallen unschamhafte Sachen anschaut, berührt, da­von spricht; freiwillige Gedanken und Be­gierden nach solchen verbotenen Dingen hat. Diese Sünde ist für den Menschen die größte Schande; sie macht ihn unglück­lich auf dieser Welt, und in der Ewigkeit wartet auf ihn die schreckliche Hölle, wenn ein solcher Mensch sich nicht aufrichtig be­kehrt. Der hl. Geist sagt: Der Unzüch­tigen Anteil wird sein im Pfuhle, der mit Feuer und Schwefel brennt"( Offenb. 21, 8). Darum haben auch die Heiligen den größ­ten Abscheu vor dieser Sünde gehabt. Der hl. Stanislaus fiel in Ohnmacht, die hl. Dringa mnßte sich erbrechen, wenn sie unehrbare Worte hörten. Der heilige Walarich wollte lieber unter freiem Himmel bei der bittersten Kälte übernachten, als in einem Hause bleiben, in welchem unehr­bare Reden geführt wurden. Der heilige Franz von Sales spie einer Person, die schamlos redete, ins Gesicht.

Ankeuschheit und Keuschheit.