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SCHEN
Priester die Hl. Kommunion austeilte. Am liebsten sprach sie mit ihren Gespielen von der ersten heiligen Kommunion. Das vierte Mittel, dessen sich Malvina bediente, war eine herzliche Reue über ihre bisherigen Fehler und Mängel. Als ihr im Unterricht erklärt wurde, was die Sünde sei, wollte ihr das Herz brechen vor Leid; bitterlich weinend nahm sie sich vor, ihre Charakterfehler noch mehr zu besiegen und sanfter und geduldiger zu werden. Es ist wohl anzunehmen,
daß nach solcher Vorbereitung Jesus mit Freuden Seinen Einzug in diese Seele hielt.
Die gottselige Maria Tatalte rief nach der ersten heil. Kommunion aus:„ O wie süß ist es, Jesus zu empfangen und Ihn im Herzen zu haben!" Sie bereitete sich aber auch mit allem Eifer darauf vor. Von nun an lernte sie fleißig den Katechismus und hörte mit Aufmerksamkeit zu, wenn er erklärt wurde. Sie fing an, über ihre bisherigen Fehler nachzudenken und an ihrer Besserung zu arbeiten; sie wurde gehorsam, fleißig und betete gerne.
Als der Missionär Pieper von Stehl in Kösfeld Abschied nahm, brachte ihm ein Knabe 21 Mark für den Loskauf eines


