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war von Natur aus geneigt zur Trägheit, zur Empfindlichkeit und zur Ungeduld. Malvina fing nun an, eifrig an der Besserung und Ausrottung dieser Fehler zu arbeiten. Sie stellte alle Tage strenge Gewissenserforschung über diese Neigungen an; am Ende der Woche verglich sie dann die Zahl der jetzigen Fehler mit den frühern; so fonnte sie bald sehen, ob es wirklich besser gehe. Der liebe Gott belohnte den guten Willen des Kindes, indem Er reichlich Seine himmlische Hilfe gab, und so machte das Kind immer größere Fortschritte im Guten.
Das zweite Mittel, um die Fehler desto leichter zu überwinden, war die Uebung kleiner Abtötungen. Oft bat Malvina um Erlaubnis, am Morgen etwas früher aufstehen oder sonst eine Abtötung im Essen usw. üben zu dürfen.
Das dritte Mittel zur gründlichen Besserung und würdigen Vorbereitung auf die erste heilige Kommunion war das Gebet. So oft sie nur konnte und durfte, eilte Malvina zu Jesus im heiligsten Saframente. Obwohl sie kränklich war, versäumte sie nie die heilige Messe und wohnte derselben mit solcher Andacht bei, daß sie oft Thränen vergoß, besonders wenn der


